Wann sprechen Klimatechnik, IT und Beleuchtung eine Sprache?

In Betriebsgebäuden gewinnt Vernetzung über Bustechnik immer mehr an Bedeutung.

Betriebsgebäude erfüllen unterschiedlichste Funktionen unter einem Dach – von der Beleuchtung, Heizung, Klima und Lüftung bis zu Brand- und Rauchmeldern – ganz abgesehen von den Maschinen und Anlagen eines Gewerbebetriebs. Entscheidend ist, ob diese Funktionen effizient gesteuert und bedarfsgerecht genutzt werden können. Hier gewinnt intelligente Vernetzung über Bustechnik immer mehr an Bedeutung.

Hauptsache, alles funktioniert. Warum ist Vernetzung so wichtig?

Es geht um mehr als nur das optimal funktionierende Einzelsystem wie die Klimaanlage oder das Beleuchtungssystem. Das ist inzwischen Voraussetzung. Die Kundenansprüche steigen und der Kostendruck nimmt zu. Deshalb kommt es auf das optimale Zusammenspiel aller gebäudetechnischen und gewerkespezifischen Einrichtungen an. Betriebe müssen effizienter und flexibler werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Hier kommt intelligente Bustechnik ins Spiel.

Führt Integration also zu mehr Energieeffizienz?

Ja – und zwar nicht nur für den einzelnen Betrieb, sondern auch für die ganze Gesellschaft. Wir alle sind beim Klimaschutz gefordert. Gebäude tragen heute zu 40 % der CO2-Emissionen in Deutschland bei – einen Großteil davon verursachen die betrieblich genutzten Gebäude. Wir müssen also bewusster mit unseren Ressourcen umgehen. Dazu kann intelligente Gebäudetechnik eine Menge beitragen.

Welches System steckt dahinter – und welche Gewerke sind eigentlich betroffen?

Grundlage ist ein digitales Bus-System, das alle Bereiche berührt, von der Energieerzeugung über die -verteilung bis zum -verbrauch. Also Photovoltaikanlagen, IT- und Telekommunikationslösungen, Brandschutzsysteme, Lichtsteuerung, Sicherheitslösungen – im Prinzip bekommt das Betriebsgebäude eine Art zentrales Nervensystem für alle technischen Einrichtungen. Sind diese in einem System integriert, beschleunigt das sämtliche Prozesse im Betrieb.

Lohnt sich das auch für Bestandsgebäude?

Klar, die Nachrüstung kann auch Schritt für Schritt über Funksysteme erfolgen, so dass die Wände nicht einmal für Leitungen aufgeschlitzt werden müssen. Besonders vorteilhaft für alle: Bustechnik ist von Anfang an aufwärtskompatibel. Die Bedienung wird einfacher, die Wirtschaftlichkeit höher. Davon profitiert der ganze Betrieb – an jedem Arbeitsplatz. Und natürlich hat das Netzwerk im Betrieb auch Schnittstellen ins Web: Gebäudefunktionen können dann von außerhalb überwacht und gesteuert werden. Das schafft insgesamt mehr Beweglichkeit!